Unsere Ziele
Leitsätze des DTF der CDU Berlin
Ausgangslage:
Berlin ist Integrationsstadt. Seit vielen Jahren sind Migranten ein fester und wesentlicher Bestandteil unserer Stadt. Heute leben etwa 463.000 Menschen mit einer ausländischen Staatsangehörigkeit in Berlin. In Kreuzberg, Neukölln, Tiergarten und Wedding sind über 50 Prozent der Schulanfänger nichtdeutscher Herkunft, in 15 Jahren gilt dies für ganz Berlin. Die Integration der hier lebenden Migranten ist die Zukunftsaufgabe dieser Stadt.
Mit fast 120.000 Menschen und 60.000 Eingebürgerten, stellen die Migranten türkischer Abstammung die weitaus größte Gruppe.
40 Jahre nach der Ankunft der ersten Gastarbeitergeneration in Berlin müssen wir feststellen, dass ein großer Teil der dritten und vierten Generation schlecht integriert ist:
- Ihr Lebensstandard liegt unter dem Berliner Durchschnitt,
- der Bildungsstand der Schüler mit Migrationshintergrund ist niedriger,
- die Kriminalitätsrate jugendlicher Migranten ist höher.
Es gibt tausende Beispiele gelungener Integration: Ärzte, Polizisten, Handwerker, Händler, Arbeiter, Unternehmer mit Migrationshintergrund gehören heute zu den Stützen unserer Gesellschaft.
Aber, trotz vieler positiver Ansätze und trotz enormer Anstrengungen von beiden Seiten, bedarf die Integrationspolitik in Berlin eine Korrektur und Neuausrichtung.
Integration bedeutet eine Anpassung an die deutsche Gesellschaftsordnung, ohne dabei auf die eigene Religion, Kultur, Sprache und Identität zu verzichten.
Unser Ziel ist eine Gesellschaft, in der Migranten gleiche Bildungs-, Ausbildungs- und Berufschancen haben wie die Berlinerinnen und Berliner deutscher Herkunft.
Wir wollen den Zusammenhalt und die Vielfalt erhalten und dafür im Interesse aller Berlinerinnen und Berliner mit einer neuen Integrationspolitik beginnen.
Umgekehrt fühlen sich viele der hier seit Anfang der sechziger Jahre lebenden Türken mit ihren Familien nirgendwo zu Hause. In Deutschland fühlen sie sich als „Ausländer“, selbst wenn sie den deutschen Pass besitzen.
Aber auch in der Türkei fühlen sie sich fremd. Unzählige junge Türken in Berlin sprechen heute weder richtig Deutsch noch Türkisch.
Heute müssen wir gemeinsam neue Wege zum friedlichen Zusammenleben finden! Deshalb müssen sich alle Seiten Mühe geben und aufeinander zugehen!
Deshalb ist es der deutsche Staat, die deutsche Verfassung, das deutsche Recht und die deutsche Sprache, die die Grundlage für das Zusammenleben bilden.
Im Ganzen geht es um eine neue Trennlinie in der Gesellschaft: Der Gegensatz darf nicht mehr der sein zwischen Deutschen und Nichtdeutschen, sondern der zwischen rechtschaffenen Bürgern einerseits und Kriminellen und Extremisten andererseits.
Die Mehrheit der Nichtdeutschen in Berlin will genauso wie alle anderen in Berlin Frieden, Sicherheit, Arbeit, bezahlbares Wohnen, gute Bildung und Erziehung für die Kinder.


